Die Kirchengemeinde Kosel sucht eine engere Anbindung an die Kirchengemeinde Hütten und strebt mit ihr eine gemeinsame Kirchenregion an. Der Kirchengemeinderat in Kosel hatte dies beschlossen und einen entsprechenden Antrag an den Kirchenkreis Rendsburg-Eckernförde gestellt. Am Wochenende wurde über das Verfahren beim Empfang der Kirchengemeinde und der anschließenden Gemeindeversammlung berichtet.

Die Kirchengemeinde Kosel war Anfang 2018 aus der Arbeitsgruppe „Region Schwansen“ ausgestiegen (wir berichteten). In Schwansen werden fünf Kirchengemeinden zum 1. Januar 2020 zu einer Kirchengemeinde Schwansen/Rieseby fusionieren. Kosel ging seinen eigenen Weg, der nun in Richtung Hütten ausgerichtet ist, wie der Kirchengemeinderatsvorstand im EZ -Gespräch mitteilte.

Zur Kirchengemeinde Kosel gehören die politischen Gemeinden Kosel, Fleckeby, Güby und Hummelfeld, über 2700 Gemeindeglieder werden gezählt. Während sich die Schwansener Kirchengemeinden entlang der B 203 anordnen, ist es in Kosel die B 76, wie Pastorin Susanna Kschamer berichtet. Bereits jetzt bestehen enge Verbindungen zur Kirchengemeinde Hütten, ergänzt Dorothee Gräfin zu Knyphausen als stellvertretende Kirchengemeinderatsvorsitzende. So werden schon seit einigen Jahren die Konfirmandenarbeit und ein Konfi-Camp gemeinsam ausgerichtet. Auch die Mitarbeiterin im Kirchenbüro wird von beiden Kirchengemeinden eingesetzt.

Auch in Kosel beobachtet man die Veränderungen in der Region und in der Arbeit in den Gemeinden, „wir machen uns auch Gedanken“, so Pastorin Kschamer. Ihr und dem Kirchengemeinderat ist es wichtig, „dass die Menschen weiter in der Kirche vor Ort engagiert sind, so kann der fortschreitenden Entkirchlichung entgegengewirkt werden“, sagt sie.

Wie aktiv das Gemeindeleben in Kosel, Fleckeby, Güby und Hummelfeld ist, das wurde bei der Gemeindeversammlung deutlich. Dort stellten sich zahlreiche Vertreter der ehrenamtlichen Gruppen und Angebote den Gemeindegliedern vor. Das Spektrum reicht von der Donnerstagsgruppe, dem Mini-Club, den Mini-Gottesdiensten, der Gesprächsgruppe „Bibel + wir“, über die kirchlichen Kindergärten, das kulturelle und literarische Angebot der Laurentia-Stube bis hin zu den Lese-Paten. Sie alle machen die Gemeinde zu dem, was sie ist, so Kschamer glücklich über soviel Engagement.

Als Kirche im ländlichen Raum pflegt Kosel auch das Plattdeutsche. So wird am Sonntag, 27. Januar, 10 Uhr zum schon traditionellen plattdeutschen Gottesdienst nach Fleckeby in die Kreuzkirche eingeladen. Die Predigt hält Jürgen Thams aus Hummelfeld.

275 | 148 Wolfgang Dreesen
Letzte Aktualisierung: 24.01.2019

Quellenangabe und Copyright:
24.01.2019 | Dirk Steinmetz | Eckernförder Zeitung, shz.de
https://zeitung.shz.de/eckernforderzeitung/1995/