...wenn der überwiegende Anteil der Koseler Haushalte sich in diesen Tagen für den Glasfaseranschluss bis an die „Haustür“ entscheiden könnte.

Seit geraumer Zeit bin ich in der Seniorenarbeit der CDU tätig. Wenn es bei Diskussionen über Internet, Computer, Laptop, Smartphone, Tablet, Skype, E-Mails, WhatsApp, Facebook usw. geht, dann höre ich von Seniorinnen und Senioren meines Alters: „Das brauche ich nicht. Das ist nicht mehr meine Welt. Ich kann sehr gut ‚ohne‘ glücklich sein.“

Gewiss, diese Argumente sind nicht so leicht vom Tisch zu wischen, und letztlich ist es ist ja auch eine finanzielle Angelegenheit. Aber, aber … ich gebe das Sprichwort zu bedenken: „Wer nicht mit der Zeit geht, der geht mit der Zeit.“ Die digitale Welt ist eine geistige Herausforderung für uns Senioren. Wer geistig fit bleiben will, darf sich nicht zurückziehen.

Ein Glasfaseranschluss, wie wir ihn hier bekommen sollen mit 200 Mbit/s down und upload, erschließt uns nicht nur den Kontakt zu unseren Kindern und Enkeln, die im seltensten Fall noch bei uns um die Ecke im selben Dorf wohnen. Skype zum Beispiel ist ein unentgeltliches Telefonieren mit Sichtkontakt der Gesprächsteilnehmenden, weltweit. Auch ist der Glasfaseranschluss nicht nur nutzbar, um vom Urlaubsort das Haus, die Wohnung zu überwachen oder die Heizung zu steuern, sondern der Glasfaseranschluss ermöglicht auf den vielleicht von den Enkeln abgelegten Computern, Laptops oder Tablets einen Blick auf alles Wissenswerte rund um den Globus. Man kann am Internethandel teilnehmen, sein Bankkonto verwalten und sogar Bestseller wieder lesen, weil man sie digital beziehen und die Schrift auf dem Monitor vergrößern kann.

Wenn wir Senioren eines Tages das Haus nicht mehr so verlassen können, wie wir es gerne möchten, dann werden wir den Blick in die Welt durch das große (Internet-)Fenster erst recht zu schätzen wissen.

Heinz Zimmermann-Stock

1062 | 284 Wolfgang Dreesen
Letzte Aktualisierung: 07.04.2017

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07.04.2017 | Heinz Zimmermann-Stock | Gemeinde Kosel