Die Arbeiten an der Deckenerneuerung der B 76 zwischen Koselfeld und Eckernförde liegen voll im Zeitplan. Das sagt Matthias Forster, stellvertretender Leiter der Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr (LBV) mit Sitz in Rendsburg. Seit dem 11. September wurde die alte Fahrbahn bereits abgefräst. Inzwischen wird am Unterbau der Fahrbahn gearbeitet. Besondere Vorkommnisse gab es nicht, daher liege man auch gut im Zeitplan, so Forster. Mit der Freigabe des ersten Bauabschnitts rechnet der LBV ab Freitag, 13. Oktober. Gemäß der Vorplanung beginnt am Montag, 16. Oktober, die Vollsperrung für den zweiten Bauabschnitt. Dann ist die Durchfahrt zwischen der halbseitigen Einmündung K 57 (Kochendorf) und Einmündung Gammelbyer Weg gesperrt. Die Gesamtkosten der Deckenerneuerung einschließlich des Radwegs werden auf 4 Millionen Euro geschätzt. Das Gesamtvorhaben soll voraussichtlich Mitte Dezember abgeschlossen sein. Wetterbedingt kann es zu Verschiebungen kommen.

Mit der Freigabe des ersten Abschnitts wird es für Autofahrer wieder etwas einfacher, zwischen Eckernförde und Schleswig (Fleckeby) zu pendeln. Zusätzlich zu der offiziellen Umleitung ab Koselfeld über die L 253, die K 83, die L 27 und die B 203 (über Bohnert, Rieseby und Barkelsby) wird es dann möglich sein, südlich nach Eckernförde zu gelangen. Zusätzlich steht dann die K 57 über Kochendorf und dann die L 265 nach Eckernförde zur Verfügung.

Zuletzt hatte es viel Kritik an der weiträumigen Umleitung über Rieseby gegeben. Pendler meldeten sich bei unserer Zeitung, dass sie täglich gut eine Stunde mehr Fahrzeit zwischen Eckernförde und Schleswig benötigten.

In den ersten Tagen nach der Sperrung waren viele Fahrzeugführer über den Koseler Weg und die Alte Landstraße ausgewichen. Sie hatten so eine sehr viel kürzere Umfahrung gefunden. Sehr zum Leidwesen der Anlieger, wie Kosels Bürgermeister Hartmut Keinberger wiederholt berichtete. Im Einvernehmen von Gemeinde und Polizei hatte die Verkehrsaufsicht des Kreises Rendsburg-Eckernförde die verkehrliche Anordnung für die Sperrung der Nebenstrecken beschlossen, informierte Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Nachdem der Polizei nach Einrichtung der Schilder „Durchfahrt Verboten – Anlieger und Linienverkehr frei“ wiederholt Beschwerden von Anwohnern vorlagen, fand nicht nur eine Ortsbesichtigung der Polizei statt, sondern die Beamten wiesen die Verkehrsteilnehmer auch auf die Rechtslage hin, so Hinrichs. Dauerhafte Verkehrskontrollen gab es nicht. Festgestellte Verstöße wurden angesprochen und mündlich verwarnt, sagte der Polizeipressesprecher.

„Als offizielle Umleitungsstrecke können nur klassifizierte Straßen (Bundes-, Landes- oder Kreisstraße) ausgewiesen werden“, erklärte Forster. Er erwartet, dass sich nach Öffnung des ersten Teilstücks der Verkehr etwas entspannt. Dirk Steinmetz

446 | 196 Wolfgang Dreesen
Letzte Aktualisierung: 29.09.2017

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29.09.2017 | Dirk Steinmetz | Eckernförder Zeitung shz.de
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