In Kosel werden jetzt die Anschlüsse fürs Glasfasernetz verlegt. Bürgermeister und Breitbandzweckverbandsvorsteher Hartmut Keinberger (vorne links) bespricht mit den Bauleitern Kay Wolsbergen und Shala Reshat sowie Projektleiter Uwe Ruff das weitere Vorgehen, denn der Ortskern soll möglichst Ende August fertig sein. Baggerfahrer Eddy Walth ist schon zum Graben bereit.

Kosel | Der Anlauf war mühsam, aber erfolgreich. Auch in Kosel gibt es jetzt den Anschluss ans schnelle Internet. "Die Arbeiten haben in der vergangenen Woche begonnen", berichtet der sichtlich zufriedenen Bürgermeister Hartmut Keinberger (CDU). Er sagt es auch in einer zweiten Funktion als Vorsteher des Breitbandzweckverbandes (BZV) der Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee und der Stadt Kappeln. Der BZV verlegt bis Ende 2019 Leerrohre für Glasfaserkabel in den 18 Gemeinden des Amtes Schlei-Ostsee und Kappeln. Als Pächter und Netzbetreiber stellen die Stadtwerke Schleswig dann beim 37,5-Millionen-Euro-Projekt den modernen Zugang zur Datenautobahn zur Verfügung. In Kosel war es problematisch gewesen, genügend Einwohner für das Angebot zu gewinnen. "Jetzt schließen wir etwa 420 Kunden an", so Keinberger.

Auf 20,4 Kilometern in der Gemeinde laufen Tiefbauarbeiten. 1,8 Millionen Euro werden in Kosel investiert. Im Ortskern - das sind der Schwansenweg und die Alte Landstraße - sollen die Arbeiten bis 31. August fertig sein. Dann dürfte nach Keinbergers Informationen die verschobene Deckenerneuerung auf der Bundesstraße 76 zwischen Kosel und Eckernförde beginnen. "Ich gehe davon aus, dass Autofahrer dann diese Straße als Ausweichstrecke nutzen", vermutet Keinberger. Den Zeitplan wollen auch die beteiligten Firmen einhalten. Das gilt sowohl für Stadtwerke - Projektleiter Uwe Ruff und Stadtwerke-Bauleiter Kay Wolbersen als auch für die vier Unternehmen der extra gegründeten Arbeitsgemeinschaft - vertreten durch Shala Reshat, Bauleiter der Firma Carstensen aus Schafflund.

Insgesamt 1,8 Millonen Euro werden in Kosel investiert, 420 Kunden konnten gewonnen werden.

Auch einen Anschalttermin für Kosel gibt es schon. "Das wird der 1. November", verrät Ruff. Vorher sind allerdings die bisherigen Stationen der Verlegekolonne dran. Fleckeby, Güby und Hummelfeld sollen am 3. Oktober ans Netz angeschlossen werden. Anschlüsse sollen in diesem Jahr noch die Koseler Ortsteile Bohnert und Missunde sowie die Gemeinden Gammelby und Windeby bekommen. Die übrigen Gemeinden und Kappeln folgen bis Ende 2019.

Fotos und Text: Rainer Krüger

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Letzte Aktualisierung: 10.08.2017

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10.08.2017 | Rainer Krüger | Kieler Nachrichten